Mein erstes Modell

Ganz entspannt hat Kekoa mit Nadin im Diebels ein Bierchen gezischt. Ja, hab sie eingeladen, immer dort in ihrer Bude hocken, mit dem Frittenfett im Haar, ist doch kein Leben. Ich habe mir ein Aloha-Hemd angezogen, bunte Papageien und Palmen ganz groß drauf. Damit habe ich sie eingeladen. Sie hat ihre Bude abgesperrt und wir sind durch die schneidende Kälte zwei Straßen weiter in den Pub gegangen. Hier ist die Luft auch nicht besser, beschwerte sie sich. Man hätte regelrecht die Jacke an den Rauchschwaden der Paffer und Pafferinnen abhängen können. Dann bestellte ich zwei große Pinten Bier. Sie fragte mich, was ich so mache. Ich war baff, denn ich dachte jeder wüsste das, jeder hätte mich schon einmal in Dortmundzentrum mit meinen Bildern gesehen. Doch ihr musste ich es erklären, dass ich Maler bin, und meine Bilder auf der Straße verkaufe. Sie wollte unbedingt mal eines meiner Bilder sehen. Da hat ich die genialste Idee. Bloß nicht ausflippen Kekoa, dachte ich mir. Schön geschmeidig bleiben. Ich lade Sie ein Nadin, zu mir nach Hause, sagte ich ihr. Sie können für mich Modell stehen, ich würde Sie gern mal malen. Ehrlich gesagt ist sie ja schon eine Weile meine Inspiration, meine Muse. Da lachte sie, weil ich sagte, sie wäre meine Muse. Sie wollte gern mal rumkommen. Mit dem Modellstehen überlege sie sich aber noch einmal. Aber die Bilder, bei denen sie als Muse mitgewirkt hat, würde sie gern mal sehen. Prima, da muss ich mir noch alle möglichen Farben besorgen, dass ich nicht ganz so delitantisch aussehe. Werd mir auch einen schicken bekleckerten Kittel besorgen.

21.2.11 11:06

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