Weihnachten in Hawaii

Jo, aloha Leute! Entspannt euch, Kekoa schreibt. Flieg nach Hawaii, halt es in der Kälte nicht mehr aus. Nehme entspannt den Flieger auf die Insel, konnte ein wenig Geld sparen, kann damit meine Eltern überglücklich machen.
Brauch auch mal wieder eine Inspiration für die Bilder, die ich male. Versuche mich gerade an bunten Hawaiianischen Landschaften. Die grauen Platten um den Dortmunder Bahnhof blockieren mich zurzeit. Zuviel rechte Winkel, Linien und Schwarzweiß. Die Schwingungen des organischen kommen nicht durch die betonierte Decke der Stadt. Genauso wenig sickert das Wasser weg, sondern gurgelt durch die Gullideckel. Sind keine natürlichen Wasserströmungen, machen das innere der Menschen kaputt, polen sie um. Ihnen fehlt die Orientierung, wissen nicht wo Nordpol oder Südpol ist. Oben ist unten, fahren mit dem Fahrstuhl in die Tiefgarage und wieder hoch unter das Dach, alles gleich. Sehen keinen Baum, keinen Horizont. Das Meer fehlt völlig.

Wie soll ich da das Grün auf meiner Palette finden? Das triste Licht in Dortmund hat es geschluckt. Malt nur graue Flecken auf die Platte aus denen ich mir eine Tönung aussuchen kann. Ich brauch das Wasser, richtiges Blau, ich brauch Kokosnüsse, ein duftendes Braun. Easy, werde ich über Weihnachten die Hitze einsaugen und wieder ausatmen und sagen: Easy Leute, das ist Hawaii, ist gibt's noch Leben, lebendige Landschaften. Und ich werde grinsend den Strand entlang laufen. Meine Zehen werden sich in den Sand drücken, sodass zwischen ihnen Würstchen sich kringeln, die ich ignorieren werden, da sich mich an Curry und Pommes in Deutschland erinnern.

Entspannte Weihnachten, Freunde. Lasst es euch gut gehen.

22.12.10 11:51

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