Der Kopierer

Easy, sag ich. Kekoa, easy. Aber das ist wirklich der Abschuss. Meine Freunde, ihr werden nicht es nicht glauben, aber Kekoa ist wirklich in Rage. Ich sitze da und versuche zu entspannen, aber es regt mich auf, eine Frechheit ist es. Da kopiert doch so ein Jungspund, so ein kleiner Arsch meine Wurstbilder. Alles malt der von Curry über Pommes hin zur Majo und Ketschup. Es ist einer der supercoolen ich bin so in Typen, die nichts auf dem Kasten haben, als zu kopieren und sich selbst darzustellen. Da er in facebook ist und auch sonst in Dortmund ein bunter Hund ist, hat er gleich mal eine Ausstellung organisiert mit all diesen Würstchen und Pappassietten. Alle waren da und haben ihm die Bilder abgekauft. Und jetzt fragt man mich auf der Straße wo ich doch die selben Bilder verkaufe, ob ich sie von diesem Spinner kopiert hätte. Mir will natürlich keine glauben, dass ich es war, der die Dinger erfand. Muss ich jetzt auf Aspike ausweichen oder Brötchen mit Gehacktem? Nadin hat mich beruhigt, easy Kekoa. Sie hat leicht reden. Klar sag ich mir das auch immer, easy. Wegen des Geldes wäre es mir nicht wert, mich so aufzuregen. Aber was mich wirklich aufregt ist, dass ich als Kopierer angesehen werden.


Sollte zurücktreten wie Gutenberg, den Kopfeinziehen. Aber es ist nicht wahr, ich bin kein Kopierer. Also habe ich mir einen Plan ausgedacht, sein ganzes Atelier niederzubrennen beispielsweise. Aber das würde mir meine Reputation nicht zurückbringen. Er müsste eingestehen, dass er bei mir geklaut habe. Ich werde ihn zurede stellen, mit heimlich laufendem Diktiergerät. Nadin hält das für keine gute Idee. Entspanne dich Kekoa.

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Meine Muse Nadin

Aloha meine Brüder und Schwestern. Kekoa lässt entspannt seinen Pinsel über die Leinen wandern. Meine Muse Nadin steht mir Modell und ich bringen sie in jeder erdenklichen Farbe auf Sperrholz oder Leinen. Sie ist so sexy wie sie wie eine übergroße Putte da liegt in ihrem Sessel. Und ich versuche ihre Reizen wie Rubens oder Rembrandt einzufangen. Das Licht ist gesetzt. Eine gelbe Lampe über ihren Kopf beleuchtet ihre Rosa Wangen. Unter ihrer pergamentartigen Haut leuchten blaue Äderchen vom Alkohol und Tabakgenuss. Sie grinst mich mit ihren gelben Zähnen an und ich sage: Göttlich! Das will ich festhalten, diesen Moment der absoluten Hingabe. Sie mir als ihr Maestro und ich ihr als meine Muse. Mit Inbrunst reibe ich die Borsten in die Farbe, kratze damit auf der Leinwand herum. Ziehe Linien in alle Himmelrichtungen Nordsüd, Ostwest. Und sie lässt es sich gut gehen, hat eine Weinflasche entkorkt, die sie aus ihrer Frittenbude mitgenommen hat. Ja, es war etwas besonders, allen Grund mal einen Wein zu trinken. Dick und rot benetzte er ihre Lippen und ich kippte den ganzen roten Topf auf die Leinwand. Drückte Tube über Tube von Rot auf die Staffelei, sodass die Farbe schon auf den Boden kleckerte.


Meine Hände waren voll rot und ich wünschte sie an meinem Kittel ab. Mein Kittel war rot und als ich mich setzte, war auch der Stuhl rot. Nun kann keiner mehr sage, Kekoa könnte nicht malen. Easy sag ich mir, entspann dich mein Freund, wer dieses sagt, hat unrecht. Dank meiner Wurstbilder wachse ich zu einer Art Ikone in der Kunstszene Dortmund heran. Das ist mir nicht wichtig, entspannt gehe ich meines Weges, egal ob ich bekannt bin oder am Strand bin.

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Mein erstes Modell

Ganz entspannt hat Kekoa mit Nadin im Diebels ein Bierchen gezischt. Ja, hab sie eingeladen, immer dort in ihrer Bude hocken, mit dem Frittenfett im Haar, ist doch kein Leben. Ich habe mir ein Aloha-Hemd angezogen, bunte Papageien und Palmen ganz groß drauf. Damit habe ich sie eingeladen. Sie hat ihre Bude abgesperrt und wir sind durch die schneidende Kälte zwei Straßen weiter in den Pub gegangen. Hier ist die Luft auch nicht besser, beschwerte sie sich. Man hätte regelrecht die Jacke an den Rauchschwaden der Paffer und Pafferinnen abhängen können. Dann bestellte ich zwei große Pinten Bier. Sie fragte mich, was ich so mache. Ich war baff, denn ich dachte jeder wüsste das, jeder hätte mich schon einmal in Dortmundzentrum mit meinen Bildern gesehen. Doch ihr musste ich es erklären, dass ich Maler bin, und meine Bilder auf der Straße verkaufe. Sie wollte unbedingt mal eines meiner Bilder sehen. Da hat ich die genialste Idee. Bloß nicht ausflippen Kekoa, dachte ich mir. Schön geschmeidig bleiben. Ich lade Sie ein Nadin, zu mir nach Hause, sagte ich ihr. Sie können für mich Modell stehen, ich würde Sie gern mal malen. Ehrlich gesagt ist sie ja schon eine Weile meine Inspiration, meine Muse. Da lachte sie, weil ich sagte, sie wäre meine Muse. Sie wollte gern mal rumkommen. Mit dem Modellstehen überlege sie sich aber noch einmal. Aber die Bilder, bei denen sie als Muse mitgewirkt hat, würde sie gern mal sehen. Prima, da muss ich mir noch alle möglichen Farben besorgen, dass ich nicht ganz so delitantisch aussehe. Werd mir auch einen schicken bekleckerten Kittel besorgen.

1 Kommentar 21.2.11 11:06, kommentieren

Wurstbilder

Aloha meine Freunde, ganz entspannt, könnte ihr nun wieder ein paar Zeilen von easy Kekoa lesen, der sich mit seinen Bildern in der Einkaufsstraße den Arsch abfriert. Aber von irgendetwas muss man ja leben. Wenn da nicht mehr Göttin Nadin wäre. In deren Würstchenbude ich meine Gichtfinger wieder aufwärmen kann. Dazu eine Curry, die sich gepfeffert hat. Das wärmt dich von außen und innen. Nadin versteht es jemanden einzuheizen. Sie würde sich gern auch ein Bild in die Bude hängen, aber ihr fehlt das Geld im Moment. Sie ist selbst ziemlich abgebrannt. Okay, sag ich ihr, jedem Kunden von mir auf der Straße werde ich von der Würstchenbude erzählen, dafür bekomme ich eine Curry in der Woche kostenfrei. Sie ist eine richtige Geschäftsfrau, hat sofort den Braten in der Fritteuse gerochen und eingeschlagen. Abgemacht. So inspiriert von der fülligen Frau in der Bude, habe ich angefangen Würstchen zu malen. Und dicke Frauen anstatt schlanke Palmen am Strand der Karibik.

 

Vielleicht ist es genau das, was sich die Deutschen in das Wohnzimmer hängen wollen, denn wenn ich das richtig überschlage, scheint mein Umsatz etwas gestiegen zu sein. Ist aber eher gefühlt als statistisch bestätigt. Hab bis jetzt noch kein Buch geführt, sollte ich allerdings mit anfangen. Schau meist am Abend ins Portmonee und zähle, was am Tag übrig geblieben ist. Da die Tageseinnahmen sehr schwanke, lege ich mir meist etwas zurück und sehe dann, wie viel ich am Ende des Monats noch als Puffer habe. Der Puffer ist meist bei Null, aber seitdem ich Würste auf die Leinwand bringe, habe ich immer ein paar Fuffis übrig. Easy Kekoa, sage ich mir. Jetzt bloß nicht gierig werden.

1 Kommentar 4.2.11 15:08, kommentieren

Die Länge der Schlange

Aloha Brüder, Kekoa ist entspannt an den Tasten und tippert easy den nächsten Eintrag für euch Jünger dort draußen, die nach meinen Worten lechzen. Die Letzten werden die Ersten sein, ihr kennt alle das Sprichwort. Das habe ich der Frau neben mir im Supermarkt gesagt. Wie häufig haben Sie sich schon an die falsche Kasse gestellt, gedacht, die würde schnell abkassieren, und dann haben Sie sich doch geirrt. Die Frau, ignorierte mich, ich stand an der Kasse neben ihr, und wollte mit ihr wetten, das ich eher abkassiert werde als sie, obwohl ihre Kasse doch viel kürzer erschien. Easy Kekoa, sagte ich mir. Wollte mir ein paar Kröten verdienen, war wagenfest davon überzeugt, dass ich gewinnen würde. Denn die Wagen in einer Schlange machen den Unterschied. Mein meine Schlange hatte die meisten Wagen. Das plustert die Schlang auf, wie nen Vogel im Winter, doch das Fell täuscht, der Piepmatz ist so klein, dass man ihn in die Faust nehmen kann. Ihren Einkauf, bezahle ich, wenn Sie gewinnen, sagte ich der Frau. Sie sollen mich in Ruhe lassen, schaute die Frau böse. Haben Sie Angst, zu verlieren? Ich rufe, wenn Sie nicht aufhören mich zu belästigen.

Langsam zog meine Schlange an, und sie bemerkte den Schummel, tatsächlich überholte ich sie. Grinste sie an und sagte, die Letzten werden die Ersten sein. Sie sollten sich was Vernünftiges zum anziehen kaufen, und nicht das Geld in Schnaps anlegen. Bitte, das ist Rum. Eine Flasche, heute gibt es etwas zu feiern, was wird mir hier an der Supermarktkasse von wildfremden Menschen unterstellt, würde ich ärgerlich. Ruhig, Kekoa. Easy, sagte ich mir, die Frau weiß es nicht besser.

1 Kommentar 19.1.11 09:43, kommentieren

Flug nach Deutschland

Mann, Leute! Kekoa ist back to germany. Easy war es in der hawaiianischen Heimat, hab mir die Taschen voll Sonnenbräune mitgebracht. Die Endorphine, freigesetzt von Mutter Sonne, über der Küste des karibischen Meeres, haben nur bis in den deutschen Luftraum gereicht. Der Flug hat alle aufgezerrt. Erst dachte ich mir, easy, lass dich nicht schocken, wenn du nach Deutschland kommst, klar, das Wetter ist beschießen und die Kälte wird mir auf der Pelle sitzen. Aber hey, entspann dich Kekoa, dachte ich mir. Rein in den Flieger und hoch in die Luft, und da fing es schon an. Können sie mal bitte etwas Platz machen, sie haben doch wohl nur einen Platz gebucht, einnehmen tuen sie aber ein und einen halben, blökte die Frau neben mir, ja, deutsch, sagte sie das. Ich war beleidigt, kann man mir mein Deutschsein an der Nasenspitze ablesen? Entspännen Sie sich, jetzt geht's gleich auf 3000 Meter Höhen, wenn sie da vom Sitz fallen könnte das weh tun. Wollen Sie mir drohen, dröhnte die Frau und benutzte ihren fülligen Körper, um den Ton Resonanz zu verleihen. Das sollte eigentlich nur spassig sein, verstehen Sie. Easy! Wir chillen jetzt entspannt und lassen uns von den heißen Mietzen mit ein paar Drinks verwöhnen. Einverstanden? Nein, brüllte die Frau, wenn Sie mit Mietzen die Stewardessen meinen, dann sollten Sie schleunigst Ihren Chauvinismus noch von Bord schmeißen bevor Sie nach Deutschland kommen, sonst wird man Ihnen schon die Leviten lesen.

Okay, Sie müssen es ja wissen, eigentlich wollte ich Ihnen den Frieden anbieten, aber anscheinend schreit ihr kaltes Herz, dass sich an der teutschen Sonne kühlt, nach Krieg. Dann setzte ich mich an einem anderen freien Sitzplatz.

1 Kommentar 5.1.11 17:19, kommentieren

Weihnachten in Hawaii

Jo, aloha Leute! Entspannt euch, Kekoa schreibt. Flieg nach Hawaii, halt es in der Kälte nicht mehr aus. Nehme entspannt den Flieger auf die Insel, konnte ein wenig Geld sparen, kann damit meine Eltern überglücklich machen.
Brauch auch mal wieder eine Inspiration für die Bilder, die ich male. Versuche mich gerade an bunten Hawaiianischen Landschaften. Die grauen Platten um den Dortmunder Bahnhof blockieren mich zurzeit. Zuviel rechte Winkel, Linien und Schwarzweiß. Die Schwingungen des organischen kommen nicht durch die betonierte Decke der Stadt. Genauso wenig sickert das Wasser weg, sondern gurgelt durch die Gullideckel. Sind keine natürlichen Wasserströmungen, machen das innere der Menschen kaputt, polen sie um. Ihnen fehlt die Orientierung, wissen nicht wo Nordpol oder Südpol ist. Oben ist unten, fahren mit dem Fahrstuhl in die Tiefgarage und wieder hoch unter das Dach, alles gleich. Sehen keinen Baum, keinen Horizont. Das Meer fehlt völlig.

Wie soll ich da das Grün auf meiner Palette finden? Das triste Licht in Dortmund hat es geschluckt. Malt nur graue Flecken auf die Platte aus denen ich mir eine Tönung aussuchen kann. Ich brauch das Wasser, richtiges Blau, ich brauch Kokosnüsse, ein duftendes Braun. Easy, werde ich über Weihnachten die Hitze einsaugen und wieder ausatmen und sagen: Easy Leute, das ist Hawaii, ist gibt's noch Leben, lebendige Landschaften. Und ich werde grinsend den Strand entlang laufen. Meine Zehen werden sich in den Sand drücken, sodass zwischen ihnen Würstchen sich kringeln, die ich ignorieren werden, da sich mich an Curry und Pommes in Deutschland erinnern.

Entspannte Weihnachten, Freunde. Lasst es euch gut gehen.

1 Kommentar 22.12.10 11:51, kommentieren

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